Archive: 26. Oktober 2018

Kap. 22. Bereschit Wajera

Kap. 22. V. 1. Da war es, nach diesen Ereignissen, hat Gott Abraham geprüft und sprach zu ihm: Abraham! und er sprach: Hier bin ich. 2. Da sprach er: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst; den Jizchak, und gehe dir zum Lande Morija, und bringe ihn dort zum Opfer auf einem der Berge, den ich dir sagen werde. 3. Da erhub sich Abraham früh am Morgen und‎ sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Leute mit sich, und Jizchak, seinen Sohn. Darauf spaltete er Opferholz, machte sich auf und ging dem Orte zu, welchen ihm Gott gesagt hatte. 4. Am dritten Tag, als Abraham seine Augen aufhub, sah er den Ort von Ferne. 5. Da sprach Abraham zu seinen Leuten: Bleibet ihr hier bei dem Esel, ich und der Knabe wir wollen etwa bis dahin gehen; wir bücken uns dort und kehren dann zu euch zurück. 6. Da nahm Abraham das Opferholz und legte es seinem Sohne Jizchak auf, und nahm in seine Hand das Feuer und das Messer — und so gingen sie beide zusammen. 7. ‎Da sprach Jizchak zu Abraham, ‎seinem Vater, und sprach: Mein Vater!‏ ‎Er sprach: Hier bin ich, mein Sohn.‏ ‎Er sprach: Da ist das Feuer und sind‏ ‎die Hölzer — wo ist das Lamm zum‏ ‎Opfer? ‏8. Da sprach Ahraham: Gott wird sich das Lamm zum Opfer ersehen, mein Sohn! und so gingen sie beide zusammen. 9. Sie kamen zu dem Orte, welchen ihm Gott gesagt hatte, dort baute Abraham den Altar, ordnete die Hölzer, band Jizchak seinen Sohn, und legte ihn auf den Altar oberhalb der Hölzer. 10. Da streckte Abraham seine Hand und nahm das Messer — seinen Sohn zu schlachten. 11. Da rief ihm ein Engel Gottes vom Himmel zu und sprach: Abraham, Abraham! Er sprach: Hier bin ich. 12. Da sprach er: Strecke deine Hand nicht an den Knaben und thue ihm nicht das Geringste; denn jetzt habe ich erkannt, daß du gottesfürchtig bist und hast mir deinen Sohn, deinen einzigen Sohn nicht verweigert 13. Da hub Abraham seine Augen auf uns sah, da war ein Widder; darauf, wurde er durch das Gehege an seinen Hörnern festgehalten. Da ging Abraham und nahm den Widder und brachte ihn zum Opfer an seines Sohnes Stelle. 14. Da nannte Abraham den Namen dieses Ortes: Gott schaut! welches heute also auszusprechen ist: Auf Gottes Berg wird man geschaut 15. Da rief ein Engel Gottes Abraham zu, zum zweitenmale vom Himmel 16. und sprach: Bei mir habe ich geschworen, spricht Gott, daß, weil du dieses vollbracht; und hast mir deinen Sohn, deinen einzigen Sohn nicht vorenthalten, 17. werde ich unbedingt dich segnen und unbedingt deine Nachkommen vermehren wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, welcher am Ufer des Meeres ist, und dein Same wird das Thor seiner Feinde erben, 18. und es werden sich durch deinen Samen alle Völker der Erde segnen, als Folge dessen, daß du meiner Stimme gehorcht hast. 19. Da kehrte Abraham zu seinen Leuten zurück; sie erhuben sich, und sie gingen zusammen nach Beer Scheba, und es blieb Abraham in Beer Scheba. 20. Es war nach diesen Geschehnissen wurde dem Abraham berichtet: siehe, auch Milka hat deinem Bruder Nachor Kinder geboren, 21. seinen erstgeborenen Uz und‏ dessen Bruder Bus,‎ und Kemuel, den Vater Aram’s; 22. auch Keßed, Chaso, Pildasch und Jidlaf und den Bethuel. 23. Und Bethuel hat Ribka gezeugt. Diese Acht hat Milka Nachor, dem Bruder Abraham’s, geboren. 24. Auch sein Kebsweib Reuma hatte Tebach, Gacham, Tachasch und Maacha geboren.

Kap. 21. Bereschit Wajera

Kap. 21. V. 1. Und Gott hatte Sara bedacht, wie er es gesagt, und Gott vollbrachte Sara nun, wie er gesprochen 2. Sara empfing und gebar Abraham einen Sohn für sein Alter, zur bestimmten Zeit, welche Gott ausgesprochen hatte. 3. Abraham nannte seinen Sohn, der ihm geboren worden war, den ihm Sara geboren hatte: Jizchak, 4. und Abraham beschnitt seinen Sohn Jizchak im Alter von acht Tagen, wie ihm Gott geboten. 5. Abraham aber war ein Mann von hundert Jahren als ihm sein Sohn Jizchak geboren wurde. 6. Da sagte Sara: Gelächter hat Gott mir bereitet, wer es höret lachet mein. 7. Sie fügte jedoch hinzu: Wer hat aber Abraham davon ein Wort gesagt: es hat Sara Söhne gesäugt! denn ich habe ihm einen Sohn für sein Alter geboren. 8. Das Kind wuchs heran und wurde entwöhnt, da machte Abraham ein großes Gastmahl am Tage, an welchem man Jizchak entwöhnte. 9. Sara sah aber den Sohn der Egypterin Hagar, welchen sie dem Abraham geboren, Gespött treiben, 10. da sagte sie zu Abraham: Entlasse diese Magd und ihren Sohn; denn es soll nicht der Sohn dieser Magd mit meinem Sohne, mit Jizchak erben. 11. Die Sache misfiel sehr in den Augen Abraham’s um seines Sohnes willen. 12.. Da sprach Gott zu Abraham: Lasse es in deinen Augen nicht böse sein um den Knaben und um deine Magd, Alles was dir Sara sagt, gehorche ihrer Stimme, denn in Jizchak wird dir Samen genannt werden, 13. und auch den Sohn der Magd werde ich zu einem Volke machen, denn er ist dein Same. 14. Da erhub sich Abraham früh am Morgen, nahm Brod und einen Wasserschlauch, gab’s der Hagar, — legte es auf ihre Schulter, — und auch das Kind und schickte sie fort. Sie ging und verirrte sich in der Wüste Beer Schewa. 15. Das Wasser ging zu Ende aus dem Schlauch, da warf sie das Kind unter eines der Gewächse, 16. und ging und setzte sich fern gegenüber, sich entfernend wie Bogenschützen, denn sie hatte gesagt: ich will nicht das Sterben des Kindes mit ansehen; darum setzte sie sich fern gegenüber und erhub ihre Stimme und weinte. 17. Gott aber hörte die Stimme des Knaben, und ein Engel Gottes rief vom Himmel und sagte zu ihr: Was ist dir Hagar? Fürchte dich nicht, denn Gott hat schon die Stimme des Knaben erhört, da wo er ist. 18. Erhebe dich, nimm den Knaben auf und kräftige deine Hand an ihm; denn zu einem großen Volke werde ich ihn machen. 19. Da öffnete Gott ihre Augen und sie sah einen Wasserbrunnen. Sie ging und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben. 20. Gott war mit dem Knaben und er wurde groß. Er blieb in der Wüste und wurde ein Meister von Bogenschützen. 21. Er ließ sich in der Wüste Paran nieder und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Lande Mizrajim. 22. Es war in dieser Zeit, da sprach Abimelech und sein Feldherr Pichol zu Abraham also: Gott ist mit dir in Allem, was du thuest; 23. und nun schwöre mir bei Gott hierher, daß du mir, meinem Nachkommen und meinem Enkel nicht falsch werden wollest; wie die Güte, die ich an dir geübt, wollest du an mir und an dem Lande üben, in welchem du geweilt. 24. Abraham sprach: Ich schwöre. 25. Es hatte aber Abraham Abi- melech in Veranlassung des Wasserbrunnens zur Rede gestellt, welchen die Diener Abimelech’s geraubt hatten. 26. Da sprach Abimelech: Ich habe nicht gewusst wer dieses gethan, du hast mir es nicht gesagt und ich habe es auch erst heute vernommen. 27. Da nahm Abraham Schaafe und Rinder und gab sie Abimelech, und sie errichteten beide einen Bund. 28. Abraham aber stellte die sieben Schaafe allein. 29. Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen diese sieben Mutter- Schaafe, die du allein gestellt hast? 30. Da sprach er: Weil die sieben Mutter-Schaafe du von meiner Hand hinnehmen mögest, damit dies mir zur Bezeugung diene, daß ich diesen Brunnen gegraben. 31. Darum nannte er diesen Ort Beer Schewa; denn dort haben sie beide geschworen. 32. Sie errichteten also einen Bund in Beer Schewa, und Abimelech und sein Feldherr Pichol stand auf und sie kehrten zum Lande der Philister zurück. 33. Da pflanzte er einen Baum in Beer Schewa, und er verkündete dort im Namen Gottes, des Gottes der Zukunft. 34. Abraham weilte im Lande der Philister viele Tage.

Kap. 20. Bereschit Wajera

Kap. 20. V. 1. Abraham zog von dort fort in’s Südland und ließ sich nieder zwischen Kadesch und Schur; zeitweilig hielt er sich in Gerar auf. 2. Da sagte Abraham in Beziehung auf seine Frau Sara: sie ist meine Schwester; darauf schickte Abimelech, der König von Gerar, und nahm die Sara. 3. Da kam Gott zum Abimelech im Traume der Nacht und sagte ihm: Du stirbst wegen der Frau, die du genommen, und sie ist noch dazu die Geehelichte eines Mannes. 4. Abimelech aber war ihr nicht genaht, und sprach: Mein Gott, wirst du denn auch ein gerechtes Volk umbringen? 5. Hat denn nicht er selbst mir gesagt, sie ist meine Schwester, und hat nicht sie, auch sie mir gesagt, er ist mein Bruder? In Unschuld meines Sinnes Und in Reinheit meiner Hände habe ich dies gethan. 6. Da sprach Gott zu ihm im Traume: Auch ich weiß es, daß du in Unschuld deines Herzens dies gethan, darum habe auch ich dich zurückgehalten mir zu sündigen, darum habe ich dir nicht gestattet, sie auch nur von ferne zu berühren. 7. Und nun, gieb des Mannes Weib zurück, denn er ist ein Prophet, so daß er für dich bete und du leben bleibest. Giebst du aber nicht zurück, so wisse daß du sterben müssest, du und alle Deinigen. 8. Da stand Abimelech früh am Morgen auf und rief alle seine Diener zu sich und sprach vor ihren Ohren alle diese Reden aus, darauf fürchteten die Männer sehr. 9. Abimelech aber ließ Abraham rufen und sagte ihm: Was hast du uns gethan, und was habe ich dir gesündigt, daß du über mich und mein Reich eine so große Sünde gebracht hast? Dinge, die nicht geschehen sollten, hast du gegen mich geübt! 10. Abimelech sagte zu Abraham: Was hast du denn gesehen, daß du Solches gethan? 11. Da sprach Abraham: Weil ich sagte, es ist nur keine Gottesfurcht in dieser Gegend, und man wird mich um meines Weibes willen tödten. 12. Aber auch in Wahrheit, sie ist meine Schwester, Tochter meines Vaters, jedoch nicht die Tochter meiner Mutter, und eben darum ward sie meine Frau. 13. Als nun Gott mich aus meines Vaters Haus in die Wanderung wies, sagte ich ihr: das ist deine Güte, die du mir erweisen mögest, überall hin, wohin wir kommen, sage doch von mir: er ist mein Bruder. 14. Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mägde und schenkte sie Abraham und gab ihm seine Frau Sara zurück, 15. und es sprach Abimelech: Siehe mein Land ist vor dir, wo es dir gefällt lasse dich nieder. 16. Zu Sara aber hatte er gesprochen: Siehe, ich habe tausend Silberstücke deinem Bruder gegeben, siehe, das dient dir zum Augenschutz für alle deine Umgebung, und bei Jedem kannst du fortan nur gerade zu unverholen auftreten. 17. Abraham betete zu Gott, da heilte Gott Abimelech, seine Frau und seine Mägde und sie gebaren. 18. Denn es hatte Gott jeden dem Hause Abimelech’s angehörigen Schooß verschlossen um Sara’s, der Frau Abraham’s willen.

Kap. 19. Bereschit Wajera

Kap. 19. V. 1. Die beiden Engel kamen gen Sedom am Abend und Lot saß im Thore Sedoms. Als Lot sie sah, stand er ihnen entgegen auf, und bückte sich mit dem Angesichte zur Erde, 2. und sprach: sehet doch, meine Herren, kehret doch zum Hause eures Dieners und übernachtet und waschet eure Füße; ihr stehet dann früh auf und gehet eures Weges. Sie aber sprachen Nein, wir wollen auf der Straße übernachten. 3. Als er aber sehr in sie drang, kehrten sie zu ihm und kamen zu seinem Hause; er bereitete ihnen ein Mahl, backte Kuchen und sie aßen. 4. Kaum wollten sie sich niederlegen, so hatten die Männer der Stadt, die Männer Sedoms sich um das Haus zusammengethan von jung bis alt, das ganze Volk, von jedem Ende, 5. und riefen Lot zu und sagten ihm: wo sind die Männer, die diese Nacht zu dir gekommen, gieb sie uns heraus, wir wollen sie kennen lernen. 6. Da ging Lot zu ihnen hinaus zum Eingang, die Thüre aber hatte er hinter sich geschlossen, 7. und sprach: Handelt doch nicht, meine Brüder, so schlecht! 8. Seht doch, ich habe zwei Töchter, die noch keinen Mann erkannt, die möchte ich euch lieber hinausgeben, daß ihr mit ihnen, wie es euch gut dünkt verfahret, nur diesen Männern thuet nichts, denn sie sind doch in den Schatten meines Daches gekommen. 9. Da sprachen sie: rückt weiter hinan, und sprachen ferner: der Eine ist zum Aufenthalt gekommen, und hat sich da schon zum Richter aufgeworfen. Nun! Dir wollen wir noch Uebleres thun als ihnen! Da drängten sie mit aller Gewalt in den Mann, in Lot, und rückten hinan, die Thüre zu erbrechen. 10. Da streckten die Männer ihre Hand hinaus und brachten Lot zu sich in’s Haus, die Thüre aber hatten sie geschlossen, 11. und die Leute, welche am Eingang des Hauses sich befanden, hatten sie von Klein bis Groß mit Blindheit geschlagen; sie mühten sich vergebens ab den Eingang zu finden. 12. Da sprachen die Männer zu Lot: wen hast du sonst noch hier, Schwiegersohn und deine Söhne und Töchter, und Alle die in der Stadt dir angehören, führe sie aus der Gegend hinaus. 13. Denn wir vernichten diese Gegend; denn das Geschrei über sie ist groß geworden vor Gottes Angesicht, darum hat uns Gott gesendet sie zu vernichten. 14. Da ging Lot und redete zu seinen Schwiegersöhnen, die seine Töchter ge- heirathet hatten, und sprach: machet euch auf und gehet aus dieser Gegend hinaus, denn Gott vernichtet die Stadt; da war er wie ein Spaßmacher in den Augen seiner Schwiegersöhne. 15. Und als der Morgen herausgezogen war, da drängten die Engel in Lot: auf jetzt, nimm deine Frau und deine beiden Töchter, die bei dir sind, du könntest sonst mit hinein gerissen werden in die Sünde der Stadt. 16. Und da er noch zögerte, ergriffen die Männer ihn, seine Frau und seine beiden Töchter an der Hand, da Gott sich über ihn erbarmte, führten ihn aus und ließen ihn außerhalb der Stadt. 17. Und nun da er sie hinaus gebracht hatte sprach er, jetzt rette dich selbst! Schau nicht zurück! Stehe nicht still in der ganzen Ebene! Zum Gebirg hinan rette dich, damit du nicht mit umkommst. 18. Da sprach Lot zu ihnen: nicht doch, o Herr! 19. Siehe, es hat doch dein Diener Gnade in deinen Augen gefunden, und du hast schon deine Liebe, die du mit mir geübt, groß sein lassen mich am Leben zu erhalten. Ich kann aber nicht mich zum Gebirge hin flüchten, sonst würde mich das Unglück erreichen und ich sterben. 20. Siehe,‎ da ist diese Stadt so nahe, daß ich wohl dahin fliehen kann, und sie ist etwas sehr Geringes, möge ich mich doch dorthin retten können, sie ist etwas sehr Geringes, und es wird mein Leben erhalten. 21. Da sprach er zu ihm: siehe ich habe dir auch in dieser Beziehung Berücksichtigung gewährt, daß ich die Stadt, von der du gesprochen, nicht verderbe. 22. Eile, rette dich dorthin; denn ich kann nichts unternehmen bis du dorthin gekommen bist. Darum nannte er die Stadt Zoar. 23. ‎Die Sonne war über die Erde ‎aufgegangen da kam Lot nach Zoar, ‏24. und Gott hatte über Sedom und Amora Schwefel und Feuer regnen lassen; von Gott, vom Himmel, 25. und diese Städte und die ganze Ebene, auch alle Bewohner der Städte und das Gewächs des Bodens umwandelt. 26. Seine Frau schaute sich hinter ihm um, und ward da eine Salzsäule 27. Abraham machte sich früh am Morgen auf nach dem Orte hin, wo er vor Gottes Angesicht gestanden, 28. und schaute hinab auf die Richtung von Sedom und Amora und auf die Richtung des ganzen Landes der Ebene, da sah er, und siehe, schon stieg der Dampf des Landes auf wie der Dampf eines Kalkofens. 29. So war es denn, indem Gott die Städte der Ebene vernichtete, gedachte Gott Abraham’s und schickte Lot mitten aus der Umkehrung fort, als er die Städte umkehrte, in welchen Lot sich niedergelassen hatte. 30. Lot ging aber von Zoar hinauf und wohnte auf dem Gebirge, seine beiden Töchter mit ihm; denn er fürchtete sich in Zoar zu bleiben; so wohnte er denn in einer Höhle, er und seine beiden Töchter. 31. Da sprach die Aeltere zur Jüngeren: Unser Vater ist alt, und kein Mann ist mehr auf Erden zu uns zu kommen nach der Weise der ganzen Erde. 32. Gehe, laß uns unserem Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen, damit wir von unserem Vater Nachkommen beleben. 33. Da gaben sie ihrem Vater in dieser Nacht Wein zu trinken und es kam die Aeltere und legte sich zu ihrem Vater, er aber wusste es nicht als sie sich niederlegte und als sie aufstand. 34. Am andern Tage sprach die Aeltere zur Jüngern: Siehe ich habe gestern Nacht bei meinem Vater gelegen, wir wollen ihm auch diese Nacht zu trinken geben, komme auch du und lege dich zu ihm, damit wir von unserem Vater Nachkommen beleben. 35. Da gaben sie ihrem Vater auch in dieser Nacht Wein zu trinken, die Jüngste erhob sich und legte sich zu ihm, er aber wusste es nicht als sie sich niederlegte und als sie aufstand. 36. So empfingen die beiden Töchter Lot’s von ihrem Vater, 37. und die Aeltere gebar einen Sohn und nannte ihn Moab; dieser ist der Stammvater Moabs bis heute. 38. Auch die Jüngere gebar einen Sohn und nannte ihn Ben-ammi; dieser ist der Stammvater der Söhne Ammons bis heute.

Kap. 18. Bereschit Wajera

Kap. 18. V. 1. Da ward Gott ihm sichtbar unter den Bäumen Mamre’s; während er vor der Thür seines Zeltes saß als der Tag glühte. 2. Er hub aber seine Augen auf und sah, und siehe da, drei Männer, auf ihn gerichtet stille stehend; und als er es sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und bückte sich zur Erde — 3. und sprach: — Mein Gott, wenn ich doch Gunst in deinen Augen gefunden habe, so entziehe dich doch nicht deinem Diener — 4. Gestattet doch, daß ein weniges Wasser gebracht werde und waschet eure Füße und ruhet unter dem Baume aus. 5. Ich möchte ein Stückchen Brod bringen, damit erquicket euer Herz, dann möget ihr weiter ziehen; denn (ich bitte nur) darum weil ihr bei eurem Diener vorüber gekommen. Sie antworteten: Thue also wie du gesprochen. 6. Da eilte Abraham in’s Zelt zu Sara und sprach: Eile, aus drei Maaß Mehl das feine, knete es und mache Kuchen! 7. Zum Rinde aber lief Abraham selbst, nahm ein junges Rind, zart und gut, und gab es dem Knaben, und eilte es zuzurichten. 8. Sodann nahm er Butter und Milch und das junge Rind, das er bereitet hatte und setzte es ihnen vor. Er aber stand bei ihnen unter dem Baume und sie aßen. 9. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist Sara, deine Frau? Er erwiederte: Natürlich im Zelte. 10. Darauf sagte er: Gerade wie diese lebendige Zeit kehre ich zu dir wieder, und siehe, dann hat Sara, deine Frau, einen Sohn. Sara aber hörte Alles am Eingange des Zeltes, dieser aber war hinter ihm. 11. Abraham und Sara waren alt, hochbetagt, Sara hatte längst nicht mehr die Weise der Frauen. 12. Da lachte Sara in ihrem Innern: nachdem ich bereits abgelebt, wäre mir die höchste Befriedigung geworden! Und mein Herr ist doch auch ein Greis! 13. Da sprach Gott zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht in dem Sinne: sollte ich denn auch in Wahrheit gebären, da ich so alt geworden?! 14. Ist denn Gott Etwas zu wunderbar? Zur bestimmten Zeit kehre ich zu dir wie diese lebendige Zeit zurück, und dann hat Sara einen Sohn. 15. Sara leugnete und sprach: ich habe nicht gelacht, denn sie scheute sich. Er aber sprach: nicht os, du hast in der That gelacht. 16. Da erhuben sich die Männer von dort und senkten ihren Blick auf die Gegend von Sedom; Abraham aber ging noch mit ihnen, sie zu geleiten. 17. Gott aber hatte gesprochen: Sollte ich Abraham unenthüllt lassen, was ich thue, 18. Abraham soll ja auch zu einem großen und mächtigen Volke und durch dieses alle Völker der Erde gesegnet werden! 19. Denn ich habe ja nur deßhalb mein besonderes Augenmerk auf ihn gerichtet, damit er seine Kinder und sein Haus nach sich verpflichte, daß sie den Weg Gottes hüten, Pflicht, Milde und Recht zu üben, damit Gott über Abraham bringe , was er über ihn ausgesprochen. 20. Da sprach Gott: wenn gleich das Geschrei über Sedom und Amora bereits groß ist und ihre Versündigung bereits sehr schwer lastet, 21. so will ich doch noch hinabsteigen und sehen, ob wie der zu mir gekommene Schrei dieses Geschrei’s sie bereits Vernichtung erwirkt; wenn nicht, will ich einzeln erkennen. 22. Die Männer wendeten sich von dort und gingen gen Sedom; Abraham aber stand noch vor Gott. 23. Da trat Abraham hin und sprach: Solltest du denn auch mit in den Untergang hineinreißen? Den Gerechten mit dem Schuldigen? 24. Vielleicht sind fünfzig Gerechte in Mitten der Stadt, solltest du da die mit strafen wollen und nicht der Gegend verzeihen zum Besten der Gerechten, die sich in ihr befinden? 25. Zu tödten den Gerechten mit dem Schuldigen, daß der Gerechte wie der Schuldige sei, ein Solches zu thun, das — weiß ich — wäre Entweihung dir, es wäre Entweihung dir; wie sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht ausüben! 26. Da sprach Gott: Finde ich in Sedom fünfzig Gerechte in Mitten der Stadt, so verzeihe ich der ganzen Gegend um ihretwillen. 27. Abraham aber begann wieder und sprach: siehe, ich habe nun einmal angefangen zu meinem Herrn zu reden und ich bin doch Staub und Asche, 28. Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf, würdest du um der fünf willen die ganze Stadt verderben? Da sprach er: ich werde nicht verderben, wenn ich dort fünf und vierzig finde. 29. Er fuhr fort zu ihm zu sprechen und sagte: vielleicht finden sich dort vierzig? Da sprach er: ich werde nichts thun um der vierzig willen. 30. Da sprach er: möge es doch meinem Herrn nicht entgegen sein, daß ich noch sprechen möchte: vielleicht finden sich dort dreißig? darauf sprach er: ich thue nichts, wenn ich dort dreißig finde. 31. Da sprach er: siehe ich habe nun doch angefangen zu meinem Herrn zu reden, vielleicht finden sich dort zwanzig? Darauf sprach er: ich werde nicht verderben um der zwanzig willen. 32. Da sprach er: Möge es doch meinem Herrn nicht entgegen sein, ich möchte nur noch diesmal sprechen, vielleicht finden sich dort zehn? darauf sprach er: ich verderbe nicht um der Zehn willen. 33. Da entfernte sich Gott als er vollendet hatte mit Abraham zu sprechen. Abraham aber kehrte zu seinem Orte zurück.

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