KAP. 35. Wajakhel - שמות לה ויקהל von Rabbi Samson Raphael Hirsch

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Kap. 35. V. 1. Mosche ließ die ganze Gemeinde der Söhne Jisrael's sich versammeln und sprach zu ihnen: Dies sind die Gegenstände, die Gott zu machen geboten hat. 2. Sechs Tage soll Werk geschaffen werden, aber am siebten Tage soll euch ein Heiligthum, ein durch Werkeinstellung Gott zu begehender Sabbath sein; wer an ihm ein Werk schafft, soll hingerichtet werden.


Kap. 35. V. 1. Mit der Wiederbringung des Gesetzeszeugnisses, dieses Unterpfandes für die besondere »Gegenwart« Gottes im Volke, war auch die Herstellung der Wohnung für dieses Zeugniß wieder Aufgabe geworden. Die überstandenen ernsten Erlebnisse, die die Verwirklichung dieser Aufgabe völlig in Frage gestellt hatten und die den Inhalt der letzten Kapitel gebildet, sind aber für diese Aufgabe selber, für das Heiligthum und seinen Zweck, von der weittragendsten Bedeutung. Auf einem ganz andern Boden der Erfahrung war nunmehr das Heiligthum zu erbauen. Es hatte sich das Volk, und es hatten sich die Priester in der ganzen Schwäche noch vorhandener Unvollkommenheit, indem ganzen Bedürfniß der ewigen Fortarbeit an sich selber, in dem ganzen Bedürfnis der Erhebung und Sühne, und sie hatten Gott in dem ganzen Ernste seines Rechts und in der ganzen Fülle seiner Gnade kennen gelernt. Von der Stufe gänzlichen sich Verworfenfühlens vor Gott bis hinan bis zur lichten Höhe wiedergefundener Gnade waren alle Abstufungen unserer Beziehungen zu Gott durchgekostet, und, wenn das zu errichtende Heiligthum die Stätte werden sollte, von wo aus das Ideal ihrer Bestimmung dem Einzelnen und der Gesammtheit ewig emporleuchten, und wo sie auf jeder Stufe der Verirrung und Schwäche immer die Kraft zum Emporarbeiten zur Höhe und immer die Stärke zum Verharren auf der Höhe dieser Bestimmung, und zu beiden den Beistand und den Segen Gottes finden sollten: so macht das Erlebniß, das nunmehr für alle Zeit zwischen Aufgabe und Ausführung des allerersten Tempelbaues sich in die Geschichte desselben eingezeichnet hatte, die auf allen Stufen wiederzufindende Gnade Gottes zur historisch bekundeten Thatsache.
Ganz vor Allem dürfte aber dieses, dem ersten Tempelbau vorangegangene Erlebniß durch die Erwägung bedeutsam werden, daß hier bereits das größte Nationalverbrechen begangen und die höchste Gottesgnade wieder erlangt worden: ohne Tempel und ohne Opfer. Wenn die Wahrheit, daß Tempel und Opfer nicht an sich die Gnade Gottes erwirken, sondern nur die Wegweiser zur Gewinnung der Gottesgnade sein sollen und sein wollen, noch irgend eines Beweises bedürfte, so liegt dieser Beweis in diesem, dem ersten Tempelbau vorangehenden und in dessen Geschichte tiefverwebten Erlebniß in eklatantester Weise dokumentirt.
‏ :אלה הדברים וגוIndem V. 4. die Aufgabe des Heiligthumsbaues nochmals durch: ‏זה הדבר אשר צוה ד ‎eingeleitet wird, so kann das אלה הדברים וגו ‎dieses ersten Verses auf diesen Bau nur mit Rücksicht auf das unmittelbar darauf wiederholt zu gebietende Sabbathgesetz hinweisen,und damit lehren wollen, daß selbst zum Behufe der Ausführung dieses, doch von Gott angeordneten und gebotenen Baues, der Sabbath nicht verletzt werden dürfe. (Siehe K. 31, 13.) Sofort ergibt sich aber daraus, daß die zur Ausführung dieses Baues erforderlichen Thätigkeiten den Begriff der am Sabbath verbotenen ‏מלאכה‎ ‎constituiren. Vergleichen wir nun aber diese das Sabbathgesetz einleitende Erwähnung der Bau-Aufgabe mit der dieser Bau-Aufgabe selbst vorangehenden Einleitung, so heißt es dort V. 4.: '‏הדבר אשר צוה ד‎ זה, hier aber, V. 1.: ‏אלה הדברים אשר צוה ד' לעשות‎ אותם, dort: Singular, hier: Plural, und zwar durch Wiederholung ganz besonders hervorgebobener Plural, nicht: ‏,אלה הדברים אשר צוה ד' לעשות‎ sondern: ‏אותם‎ לעשות. Dort wird der Bau in seiner Einheit, als Ein Ganzes, Ein Werk begriffen, dem sich alle dazu erforderlichen Dinge und Thätigkeiten nur als Theile unterordnen. Hier aber, zur Einleitung des Sabbatbgesetzes, wird der Blick auf die Pluralität aller durch den Bau bedingten einzelnen Gegenstände und Thätigkeiten gerichtet. Wir werden aufgefordert uns die einzelnen Gegenstände, ‏,אלה הדברים‎ und die für die Herstellung eines jeden derselben erforderlichen Thätigkeiten, ‏אותם‎ לעשות, zu vergegenwärtigen, um uns dann zu sagen: '‏ימים תעשה מלאכה וגו‎ ששת, daß eine jede solche Thätigkeit nur in den sechs Tagen der Woche, nicht aber am Sabbath geübt werden dürfe. Damit ist denn eine jede einzelne der zur Herstellung des Baues des Heiligthums erforderlichen Thätigkeiten, am Sabbath geübt, eine Verletzung des Sabbath’s. In der That spricht auch die Halacha zur Stelle den Satz aus: ‏לפי שנאמר ויקהל משה וגו' אלה הדברים וגו' ששת ימים תעשה מלאכה‎ ‏דברים הדברים אלה הדברים אלו שלשים ותשע מלאכות שנאמרו למשה מסיני‎ (Sabbath 70a, 97b.) und liest am Bau der Stiftshütte neununddreißig produktive Thätigkeiten ab, deren Verrichtung eine am Sabbath verbotene ‏מלאכה‎ ist. Der Bau der Stiftshütte ist, wenn nicht vom Standpunkt der Kunst, so doch sicherlich vom Standpunkt der Idee und des darin verwirklichten Zweckes: ‏,ועשו לי מקדש ושכנתי בתוכם‎ der höchste Vorwurf für die kunstfertige Thätigteit des Menschen. Die in der Gewinnung, Producirung und producirenden Umwandlung der Stoffe sich bekundende Herrschaft des Menschen über die Erdwelt, erhält im Tempel ihre höchste Bestimmung. Der Mensch unterwirft sich die Welt, um sich und seine Welt Gott zu unterwerfen und seine Welt zu einer Stätte des Gottesreiches, zu einem Tempel zu umwandeln, in welchem Gottes Herrlichkeit auf Erden weilt. Der Tempelbau ist eine Heiligung der Menschenarbeit, und unsere Stelle stellt ihn als eine Vereinigung aller verschiedenen schaffenden Werkthätigkeiten des Menschen dar, durch welche die im Sabbath durch ‏,שביתה‎ durch Einstellung aller ‏מלאכה‎ zu vollziehende Gotteshuldigung ihren präcisirten Inhalt erhält. Jede beim Tempelbau zur Anwendung gekommene produktive Thätigkeit wird dadurch zu einer ‏,אב מלאכה‎ zu einer Produktions-Kategorie, die viele unter denselben Begriff sich fassende Thätigkeiten, als ‏,תולדות‎ als Ableitungen ‏unter sich begreift. Wenn z. B. ‏,זורע ונוטע‎ Säen und Pflanzen, ein ‏,אב‎ ‎eine Produktions-Kategorie bildet, so ordnet sich dieser ‏זומר‎, das Beschneiden der Bäume, und so auch das Begießen der Pflanzen, überhaupt jede Wachsthumsförderung, als ‏תולדה‎ ‎unter u. s. w. (Sabbath 73b.) Wie unser Text uns zur Präcisirung des ‏כל העשה‎ ‏בו מלאכה יומת‎ zuerst '‏הדברים אשר צוה ד‎ und ‏,לעשות אותם‎ die Dinge und die sie mit Absicht producirenden Thätigkeiten in’s Auge fassen läßt, so kommt auch überall bei ‏מלאכת שבת‎ das Produkt, die producirende Thätigkeit, und, nicht nur die Absicht im Allgemeinen, sondern die das Produkt beabsichtigende Thätigkeit in Betracht. Nur schaffende, nicht zerstörende Thätigkeit bildet den Begriff, ‏,מקלקלין פטורין‎ und nur, wenn nicht nur überhaupt die Thätigkeit mit Absicht geübt wird, nicht ‏דבר שאין מתכוין‎ ist, sondern wenn zugleich die Absicht auf das der Thätigkeit eigenthümliche Produkt gerichtet ist, wie diese Absicht beim Tempelbau hervortrat, sie somit nicht ‏מלאכה שאינה צריכה לגופה‎ ist, gestaltet sich eine volle Verletzung des Sabbath’s, von der der Ausspruch gilt: ‏כל העושה‎ ‏.בו מלאכה יומת‎ Ueberall liegt der Hinblick auf ‏מלאכת המשכן‎ zu Grunde (Siehe Thoßefoth Sabbath 94a‏.ד״ה ר' שמעון פוטר‎) Vgl. oben (Kαp. 20, 10.). Die sich durch den Hinweis aus ‏מלאכת המשכן‎ ergebenden 39 Produktions-Kategorien (אבות מלאכה)‎ sind nach Sabbath 73a.: Säen, Pflügen, Schneiden, Auslesen, Dreschen, Schwingen, Lesen, Mahlen, Sieben, Kneten, Backen; — Scheeren, Waschen, Krempeln, Färben, Spinnen, Ketten aufspannen, Lizmaschen machen, Weben, Fadenspalten, Knüpfen, Lösen, Nähen, Reißen um zu nähen (Siehe zu K. 20, 10.); — Fangen, Tödten, Fellabziehen, Gärben, Liniiren (Siehe Sabbath 75b.), Glätten, Schneiden, Schreiben, Auslöschen um zu schreiben (Siehe zu K. 20, 10.); — Bauen, Einreißen (um zu bauen, siehe Sabb. 31b.); — Löschen (um anzuzünden, das.), Anzünden; — Letzter Hammerschlag (‏,מכה בפטיש ‎ Ausdruck für jede Werkvollendung Sabbath 75b.); Hinaustragen aus einem Besitzraum in den andern. — Betrachten wir diese Kategorien, so erscheinen sie sämmtlich als wirkliche Produktionen, d.h. als solche Thätigkeiten, durch welche ein Objekt eine wirkliche Veränderung erleidet, durch deren absichtliche Erzeugung sich die Herrschaft des Menschen über die irdischen Dinge bekundet, deren Unterlassung am Sabbath somit die Huldigung des Einen Einzigen wirklichen Schöpfers und Herrn, dessen Lehnsträger und Diener der Mensch in seiner Weltherrschaft nur ist, zu bekunden sich eignet. Selbst Auslesen von Bodenprodukten und Fangen eines freien Thieres, obgleich sie die Frucht und das Thier an sich nicht verändern, bewirken jedoch den so wesentlichen und für die hier gegebene Beziehung so bedeutsamen Uebergang aus dem freien Natuzustande in das Gewaltbereich des Menschen. Nur die letzte Thätigkeit, ‏הוצאה‎ das Versetzen eines Gegenstandes aus einem ‏רשות‎ in den audern, aus ‏רשות היחיד‎ in ‏רשות הרבים‎ und umgekehrt, so wie das ‏,מעביר ד’ אמות ברה''ר‎ das vier Ellen weite Versetzen eines Gegenstandes innerhalb des ‏,רה"ר‎ erscheint als ‏,מלאכה גרועה‎ läßt sich kaum unter den Begriff einer Werk schaffenden Thätigkeit fassen, und würde unter den beim Bau des Mischkan’s vorkommenden Thätigkeiten gar nicht als ‏מלאכה‎ sich dargestellt haben, wenn dies nicht, und zwar nicht nur für die Kategorie überhaupt, sondern auch für die derselben unterzuordnenden ‏,תולדות‎ speciell nachgewiesen wäre (Siehe '‏תוספו‎ Sabbath 2a. ‏.ד'ה פשט‎) Und gleichwohl muß gerade diese, in ihrer konkreten Aeußerlichkeit sich so »gering« darstellende ‏,מלאכה‎ doch andrerseits so bedeutsam sein, daß, als Jeremias (K. 17, 19. ff.) in den letzten Tagen des israelitischen Staates die Erhaltung desselben, ja dessen segensreichstes Aufblühen um den Preis der Sabbath-Heiligung verkünden sollte, er außer der Gesammtheiligung des Sabbath’s, ganz besonders die Unterlassung des »Tragens«, die Unterlassung der ‏הוצאה‎ zu fordern hatte — »So hat Gott zu mir gesprochen«, heißt es daselbst, »gehe und stelle dich in das Thor der Söhne des Volkes, durch welches Judas Könige ein- und ausgehen, und in alle Thore Jerusalem’s, und sprich zu ihnen: Höret das Wort Gottes, Könige Judas und ganz Juda, und alle Bewohner Jerusalems die durch diese Thore kommen, so hat Gott gesprochen: Hütet euch um eurer Seelen willen und traget Nichts am Sabbathtage und bringet Nichts hinein in die Thore Jerusalem’s, und bringet aus euren Häusern Nichts hinaus am Sabbathtage und heiligt den Sabbath, wie ich euren Vätern geboten, die mir aber nicht gehorcht, ihr Ohr nicht geneigt und hartnäckig nicht hören und nicht Belehrung annehmen wollten. Wenn ihr nun mir ernst gehorchen werdet, Nichts durch die Thore dieser Stadt am Sabbathtage zu bringen, und den Sabbath zu heiligen, an ihm keinerlei Werk zu schaffen, so wird es geschehen, spricht Gott, daß in die Thore dieser Stadt auf David’s Throne sitzende Könige und Fürsten kommen werden, fahrend in Wagen und auf Rossen, sie und ihre Fürsten, Juda's Bevölkerung und Jerusalems Einwohner, und es wird diese Stadt für immer bleiben. Von Juda’s Städten, von Jerusalems Umgebungen, aus Benjamin’s Land, aus der Niederung, vom Gebirge, vom Süden werden sie kommen, Emporopfer und Mahlopfer, Huldigungsopfer und Weihrauch bringend, und Dankopfer bringend in das Haus Gottes. Werdet ihr aber mir nicht gehorchen, den Sabbathtag zu heiligen und nicht Etwas tragend einzugehen durch Jerusalem’s Thore am Sabbathtage, so lasse ich Feuer an ihre Thüre zünden, es verzehrt Jerusalems Paläste und verlöschet nicht.«
Wir haben diese ganze Rede ausgezogen, um das ganze Gewicht zu veranschaulichen, welches das Prophetenwort dem ‏איסור הוצאה‎ am Sabbath beilegt, namentlich aber erkennen zu lassen, wie derselbe da nicht sowohl als ein integrirender Theil des ‏,איסור מלאכה‎ sondern als ein diesem zur Seite stehender Begriff erscheint. Die Huldigung des Sabbath umfaßt nach dem Propheten ‏איסור הוצאה‎ und ‏משא ,איסור מלאכה‎ ‏תעשו לא תוציאו‎ ‎ ‏מבתיכם וכל מלאכה לא‎ (V. 22.). Suchen wir den Gesammtbegriff, in welchen alle andern ‏מלאכות‎ zusammengehen, so bezeichnen sie sämmtlich die Herrscherstellung des Menschen zu den Dingen der physischen Welt. ‏הוצאה‎ jedoch bewegt sich rein im socialen Gebiete. Wohl nicht vollständiger läßt sich das ganze Staatsleben darstellen als: die Beziehung des Individuums zur Gesamtheit, der Gesammtheit zum Individuum, d. h. die Leistung des Einzelnen an die Gesammtheit, der Gesammtheit an den Einzelnen und endlich die Förderung der Gesammtheitszwecke im Gebiete der Gesammtheit, Beziehungen, die wohl in prägnantester Weise durch: ‏מרשוח‎ ‏הרבים לרשות היחיד ,הוצאה‎ ‏הכנסה מרשות‎ ‏היחיד לרשות הרבים ,העברה ד’ אמות ברשות הרבים‎ ihren Ausdruck finden dürften. Wenn demnach der ‏איסור‎ aller übrigen ‏מלאכות‎ den Menschen in seiner physischen Weltstellung unter Gott unterordnet, so dürfte ‏איסור הוצאה‎ die Unterordnung des Menschen auch mit seiner socialen Weltstellung unter Gott zum Ausdruck bringen, Jenes ist die Huldigung Gottes in der Natur, dieses seine Huldignug in der Geschichte, Jenes stellt das Menschenwirken in der Natur, dieses das Menschenwirken im Staate unter die Herrschaft Gottes, und so gewiss, wie erst Natur und Staat zusammen den Begriff: Welt constituirt, so gewiß begreift die Weltherrschaft Gottes sein Walten und Gebieten in Natur und Geschichte zusammen, und das durch die Sabbathhuldigung zu erbauende Reich Gottes auf Erden ist erst dann ein volles und wirkliches, wenn der Mensch sich mit seinem Natur- und Staaten-Leben dem Gehorsam des göttlichen Willens unterstellt. Nunmehr dürften auch die beiden Thatsachen, welche das göttliche Gesetz als Motiv des Sabbaths aufführt, ‏בריאת שמים וארץ‎ und ‏ יציאת מצרים‎ in ihrer sich einander wesentlich ergänzenden Bedeutung hervortreten. Die Weltschöpfung ist die Thatsache für die Herrschaft Gottes in der Natur, wie sie durch alle übrigen ‏מלאכות‎ zum Ausdruck kommt, die Erlösung ans Egypten die Thatsache für die Herrschaft Gottes im Staatenleben, wie dies durch ‏איסור הוצאה‎ seinen Ausdruck gewinnt. ‏איסור הוצאה‎ stellt somit den israelitischen Staat, das Wirken des israelitischen Einzelnen für die Gesammtheit, der Gesammtheit für den Einzelnen, sowie die Wirksamkeit der Regierenden im Staatsgebiete, gehorsam unter die Herrschaft Gottes, und wir begreifen, wie in dem citirten Prophetenworte die Erhaltung des Staates vor Allem von der Sabbathhuldigung durch ‏איסור הוצאה‎ abhängig gemacht und sein Untergang durch Verletzung des Sabbath’s durch ‏הוצאה‎ augekündigt wird. ‏איסור הוצאה‎ drückt dem ganzen Staatsleben Gottes Siegel auf, ‏הוצאה‎ am Sabbatb reißt das Gottes-Wappen vom Staate und von dem socialen Leben im Staate.


3. Ihr sollt kein Feuer in allen euren Wohnstätten am Tage des Sabbath’s anzünden. 4. Mosche sprach zur ganzen Gemeinde der Söhne Jisrael’s: Das ist es, was Gott geboten: 5. Nehmet von euch Gott eine Hebe, Jeder, von seinem Herzen getrieben, bringe sie, die Gotteshebe an Gold, Silber und Kupfer, 6. an himmlblauer, purpur- und carmoisinrother Wolle, an Byssus und Ziegenhaaren; 7. an roth gefärbten Widderfellen, Thachasch-Fellen und Schittim-Holz; 8. an Oel zur Leuchte und Gewürzen zum Salböl und zum Specerei-Räucherwerk, 9. und an Schoham-Steinen und Einsatzsteinen für den Ephod und den Brustschild. 10. Und jeder Herzensweise unter euch, sie sollen kommen und Alles, was Gott geboten, anfertigen: 11. Die Wohnung und ihr Zelt und dessen Decke; ihre Spangen und Bretter, ihre Riegel, Säulen und Füße; 12. die Lade und ihre Stangen, den Deckel, und den Scheidevorhang der Bedeckung; 13. den Tisch sammt seinen Stangen und allen seinen Geräthen und das Schaubrod; 14. den Leuchter der Leuchte sammt seinen Geräthen und Lampen, und das Oel der Leuchte; 15. den Räucheraltar sammt seinen Stangen, das Salböl und das Specerei-Räucherwerk; und den Thür-Schutzvorhang für den Eingang der Wohnung; 16. den Altar des Emporopfers sammt dem dazu gehörigen kupfernen Sieb, seinen Stangen und all' seinen Geräthen; das Becken und seinen Untersatz; 17. die Umhänge des Vorhofs, dessen Säulen und seine Füße; und den Schutzvorhang des Vorhof-Thors; 18. die Pflöcke der Wohnung, die Pflöcke des Vorhofs und deren Stricke; 19. die Gewänder der Auszeichnung zur Bedienung im Heiligthum: die Heiligthumsgewänder für den Priester Aharon und die Gewänder seiner Söhne zum Priesterdienft. 20. Die ganze Gemeinde der Söhne Jisrael's gingen aus der Versammlung vor Moses fort; 21. und darauf kamen Jeder, den sein Herz erhoben; und Jeder, den sein Geist getrieben, brachte die Gotteshebe zum Werke des Zusammenkunft-Bestimmungs-Zeltes und für alles dazu Erforderliche, sowie für die Gewänder des Heiligthums. 22. Es kamen die Männer nebst den Frauen; Alle, vom Herzen getrieben, brachten Tuchnadeln, Nasenringe, Fingerringe und Halter, alle Arten goldener Geräthe, und Jeder, der Gott eine Spende an Gold zugewendet hatte; 23. Jeder auch, bei dem sich himmelblaue, purpur- und carmoisinrothe Wolle, Byssus und Ziegenhaare gefunden, rothgefärbte Widderfelle und Thachasch-Felle, brachte es. 24. Jeder auch, der eine Hebe an Silber und Kupfer gemacht, brachte darin die Gotteshebe, auch Jeder, bei dem sich Schittimholz für jegliches Werk der zu lösenden Aufgabe gefunden, brachte es. 25. Alle herzensweisen Frauen spannen mit eigenen Händen und brachten als Gespinnst die himmelblaue und die Purpur-Wolle, die Carmoisin-Wolle und den Byssus. 26. Und alle Frauen, deren Herz sie in Weisheit erhoben, spannen die Ziegenhaare. 27. Die Fürsten aber brachten die Schohamsteine und die Einsatzsteine für den Ephod und den Brustschild, 28. das Gewürze und das Oel zur Leuchte und zum Salböl und zum Specerei-Räucherwerke 29. Jeder Mann und jede Frau, deren Herz sie getrieben, zum ganzen Werke, welches Gott durch Mosche anzufertigen geboten hatte, beizutragen, brachten als Jisrael's Söhne Gott aus freiem Antrieb eine Spende. 30. Da sprach Mosche zu Jisrael's Söhnen: Sehet, es hat Gott mit Namen Bezalel, den Sohn Uri’s, Sohn Chur’s, vom Stamme Jehuda berufen, 31. da er ihn mit Gottesgeist erfüllte, mit Weisheit, mit Einsicht und mit Erkenntniß und mit jeglicher Ausführung, 32. und Ideen zu verbinden, sie in Gold, in Silber und; in Kupfer auszuführen, 33. im Steinschnitt zum Einsetzen und im Holzschnitt, in jeglichem Gedanken ansführenden Werke herzustellen. 34. Und auch die Gabe der Belehrung hat er in sein Herz gegeben; ihm und Oholiab, dem Sohne Achißamach’s, vom Stamme Dan. 35. Er hat sie mit Herzensweisheit erfüllt, jegliches Werk eines Schneidekünstlers, Wirkers und Stickers in himmelblauer und in Purpurwolle, in Carmoisinwolle und in Byssus, und eines Webers auszuführen; sie führen jegliches Werk aus und verbinden Ideen.